Atari Lynx - Der Luchs im Taschenformat!
Ein Artikel von
André Eymann im Februar 2003.
Na das ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk! Ich verspreche euch: ein Lynx von Atari lässt
nicht nur bei echten Retrogamern das Herz höher schlagen. Der liebevoll gestaltete Handheld
aus den späten Achtzigern überrascht durch seine Gestaltung und echte technische Innovationen. Also:
falls ich noch kein Geschenk gefunden habt, haltet nach diesem Prachtexemplar Ausschau. Es lohnt sich.
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Tragbare Videospiele in Farbe? Davon gab es im Jahr 1989 nicht viele. Tatsächlich gab
es sogar nur eine einzige mobile Konsole, die ihre Spiele in mehreren Farben darstellen konnte: den
Lynx von Atari! Und das war noch nicht alles. Bei 4.096 Farben und 16 MHz Systemgeschwindigkeit
war der Lynx eine der schnellsten Handheldkonsolen, die es je gab! Die Optik des Lynx war seinerzeit
ebenfalls einmalig. Gerade das Original - der Lynx I - besticht durch sein kompromissloses Design.
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Hintergrundbeleuchtung inklusive
Auch der in seiner
Helligkeit einstellbare und hintergrundbeleuchtete Bildschirm war dem seiner Konkurrenten
weit voraus. Das Gehäuse war für Rechtshänder und Linkshänder gleichermaßen gestaltet. Mit
einen Handgriff konnte der 7,5 cm breite und 4,8 cm hohe Bildschirm "geflippt"
werden, um das Steuerkreuz mit der anderen Hand bedienen zu können.
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Zwischen den
angenehm gestalteten Feuerknöpfen befand sich der regelbare Lautsprecher. Alternativ
konnte man auf der Rückseite des Gerätes auch einen Kopfhörer anschliessen.
Insgesamt war das Gerät ca. 28 cm breit, 11,5 cm hoch und 4,5 cm tief.
Mit dem ComLynx-Kabel konnten schon damals bis zu 18 Spieler (!) ihre Lynx-Konsolen miteinander verbinden,
um gemeinsam im Multiplayermodus zu spielen.
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Mehrspielerfähig
Wie viele Spieler ein Spiel unterstützte,
hing dabei vom Spiel ab. Der ComLynx-Port des Lynx entsprach einer seriellen Schnittstelle,
die mit einer Kapazität von 300,5 Baud bis zu 62,5 Kilobaud betrieben wurde.
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Strom bekam der MOS 65C02 Prozessor entweder von sechs 1,5 Volt Mignon-Batterien, oder
dem Netzteil (9 Volt / 1 Ampere). Mit einem Satz Batterien konnte der Lynx ungefähr
5 Stunden betrieben werden. Auf der linken Seite des Gehäuses befand sich eine Klappe,
hinter der eines von den ca. 100 verfügbaren Spielmodulen eingesetzt werden konnte. Das Gehäuse
ist solide verarbeitet, so dass man keine Angst haben muss, filigrane Plastikteile zu strapazieren.
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Durch seine leistungsfähige Grafik, einem 4-Kanal-Sound sowie dem schnellen Prozessor,
war der Lynx in der Lage selbst komplexe Spiele zu ermöglichen.
Welche Spiele gibt es für den Lynx?
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So wurde beispielsweise Amiga's Shadow of the beast von Psygnosis für den Lynx
entwickelt. Im Vergleich zu anderen tragbaren Konsolen war die Grafik und das
Gameplay atemberaubend. Während eines Spiels konnte man jederzeit mit der Pause-Taste
anhalten und bei einigen Spielen (Beispiel: Eye of the beholder) sogar Spielstände
zwischenspeichern. Die Preise der Module lagen zwischen 50,00 DM und 80,00 DM. Diese
wurden mit einer auf Papier gedruckten Anleitung ausgeliefert. Bei den Titeln waren alle Spieltypen vertreten.
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So gab es beispielsweise
Battlezone 2000, California Games,
Double Dragon, Gauntlet: The Third Encounter, Jimmy Connors Tennis, Ms. Pac-Man, Robotron: 2084,
Tournament Cyberball 2072 und
World Class Soccer.
Konkurrent Game Boy
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Natürlich wurde der Lynx (damals noch "Portable Colour Entertainment System"
genannt) mit Nintendo's Game Boy verglichen. Und obwohl der Game Boy einige Vorteile
(Größe, Batterieverbrauch und ein riesiges Spieleangebot) gegenüber dem Lynx
hatte, war der Spielspass auf Atari's Luchs nicht zu überbieten.
Es gab vom Lynx zwei Modelle. Der hier abgebildete Lynx I wurde später durch den Lynx II
ersetzt.
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In Stereo und Farbe
Der Lynx II unterschied sich in folgenden Punkten vom Lynx I:
- Sein Gehäuse war kleiner, leichter und moderner gestaltet
- Der Batterieverbrauch war geringer
- Die Hintergrundbeleuchtung konnte abgeschaltet werden
- Der Kopfhöreranschluss gab Stereosound wieder
- Ein Power-LED wurde hinzugefügt
Sein Vorgänger hatte allerdings einen etwas lauteren Lautsprecher als das
Nachfolgemodell. Alle anderen Merkmale (Bildschirmgröße, Steuerfunktionen,
Spielmodule) waren bei beiden Modellen identisch.
Handbücher zum Download
Hier gibt es die Handbücher zum Lynx I und II:
Berichte über den Lynx:
Und noch einige Fotos von meinem Lynx I:
© 2003
André Eymann
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